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Jürgen Matz / Sarah Rubal

Die

gestohlene

Stadt

                                       Historischer Tatsachenroman


Dieser Roman fesselt durch eine spannende Reise in die Zeit der ausgehenden Weimarer Republik, dem Nationalsozialismus und der Stunde Null in der niederrheinischen Stadt Uerdingen, die um Ihre Eigenständigkeit und Identität kämpft. Anhand von belegbaren Quellen werden die Entstehung, geplante Umsetzung und widerrechtliche Auflösung einer bis heute in Deutschland einmaligen Städtegemeinschaft aus den Städten Krefeld und Uerdingen am Rhein in Form eines spannenden Geschichtsromans erzählt.  Die genannten Protagonisten sind wahre Personen ihrer Zeit. In dem Roman wird die Wahrheit der Entstehungsgeschichte der heutigen Stadt Krefeld aufgedeckt und ungeschönt ans Tageslicht befördert. Nur durch Vertragsbruch und Rechtsbeugung im III. Reich gibt es die "Stadt Krefeld" in dieser Form. In der Nachkriegszeit ist das im Nationalsozialismus geschehene Unrecht, bewusst nicht wieder korrigiert worden, mit Auswirkungen bis heute. Eine Entschuldigung oder ein Bekenntnis der Seidenstadt Krefeld zu ihrer geschichtlichen Schuld, gegenüber der Rheinstadt, gab es dafür bis heute nicht. Im Gegenteil...                                                                 

J. Matz: "Nach diesem Roman muss die jüngere Geschichte der Stadt Krefeld neu geschrieben werden." 



Der Kampf um eine Doppelstadt


„Das Wichtigste für die Stadt Uerdingen, ist die Erhaltung ihrer Selbstverwaltung und ihrer unangetasteten Selbständigkeit“, hieß es 1927 in einer Entschließung der Stadtverordneten-Versammlung,  der alten Rheinstadt. Darum kam ein Eingemeindungsvertrag , für die  stolzen Rheinstädter nicht in Frage. Die Lösung sahen einige in dem Kampf um die Gründung eines Zweckverbandes als sogenannte Dachgemeinschaft zwischen den beiden Städten Krefeld und Uerdingen am Rhein. Der Zweckverbandsvertrag wurde mit großer Mehrheit im preußischen  Landtag  Grundlage des Neugliederungsgesetzes.  In dem Vertrag wurde beiden Städten für eine längere Zeit eine größtmögliche Eigenständigkeit zugestanden. Die neue Stadt und der Stadtkreis erhielt als Gesamtgemeinde rechtlich die dauernde Bezeichnung ''Krefeld-Uerdingen am Rhein''. Sie bestand gesetzlich festgeschrieben aus den beiden selbständigen Körperschaften als Stadtteile, Krefeld und Uerdingen und der Körperschaft " Krefeld - Uerdingen am Rhein" als deren Dachverband. Dieses demokratische Konstrukt passte manchem Krefelder Hegemonialpolitiker überhaupt nicht. Teile der Krefelder Bevölkerung lehnten den neuen Stadtnamen und den Zusammenschluss strikt ab... 

Inrigen, Verrat, Vertragsbruch


Die Doppelstadt als „Dachgemeinschaft“ war auch den Nationalsozialisten seit ihrer Machtübernahme ein Dorn im Auge, widersprach sie doch dem Geist eines zentral und straff geführten kommunalen  Wesens nach dem Führerprinzip. Trotz des Widerspruches der Uerdinger NSDAP gegen den Krefelder NSDAP-Kreisleiter Erich Diestelkamp und dem eingesetzten Oberbürgermeister und Bürgermeister des Stadtteils Krefeld, SA-Obersturmbannführer Alois Heuyng, wurden erste Schritte zur geplanten Auflösung  unternommen. Im Gutachten des Rechtsamtes des Stadtteils Krefeld im Dezember 1937 wurde die Rechtsgültigkeit der demokratisch eingeführten Ortssatzung von 1930 unter nationalsozialistischer Sichtweise abgestritten. Bereits vorher hatte Alois Heuyng,  alle ihm gegebenen Möglichkeiten zur Einflussnahme genutzt,  um die demokratisch  legitimierte Doppelstadt aufzulösen. In Uerdingen hatten die Nazis den alten Bürgermeister Friedrich Aldehoff durch den strammen SS-Standartenführer und Stadtrat Dr. Emil Hürter ersetzt. Nun wurden alle Mittel des nationalsozialistischen Apparates genutzt um die "Stadt Krefeld - Uerdingen am Rhein" aufzulösen und die alte und bedeutende Rheinstadt Uerdingen gleichzuschalten.